Erster Leipziger FIFA 20-Champion kommt aus Dresden

Marcel Gramann vom Team „404 Multigaming  e.V“. holt sich den FVSL-Titel auf der DreamHack

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eipzig.

Favoritensturz im Finale der ersten Leipziger FIFA‘20-Stadtmeisterschaft: Der hoch gehandelte Gian-Luca Kada Benchiha unterliegt im Finalspiel seinem Teamkollegen Marcel Gramann. Der 22-Jährige setzte sich auf der DreamHack mit dem FSV Zwickau (!) mit 1:0 gegen den FC Hermannstadt (Rumänien) durch, mit dem  Kada Benchiha zockte. Der Siegtreffer des spannungsgeladenen Finales fiel bereits in der 9. Minute – trotzt verbissenen Anstürmens und einiger Hochkaräter gelingt dem 18-jährigen Gian-Luca der Ausgleich nicht mehr. Die Teams wurden den zwölf qualifizierten Finalisten vor Beginn des Endrundenturniers zugelost.

Mit dem Gewinn des ersten eSoccer-Titels des Leipziger Stadtfußballverbandes FVSL hat Gramann überhaupt nicht gerechnet: „Ich bin komplett überrascht, dass ich mir den Siegerpokal sichern konnte“, meint der strahlende Sieger  nach dem Turnier. „Gian-Lucas Stärken kenne ich aus unserem Verein, ich weiß was für ein klasse Spieler er ist. Daher freue ich mich umso mehr über diesen Titel.“

FVSL / frs
Der Pokal für Leipzigs ersten eSoccer-Stadtmeister: Sieger Marcel Gramann (r.) mit Dirk Majetschak, Präsident des Leipziger Stadtfußballverbandes, bei der Siegerehrung.

Beide Finalisten kommen aus der sächsischen Landeshauptstadt, trainieren und spielen dort im Team „404 Multigaming e.V.“. Sie trugen bereits beim Qualifikationsturnier am 9. November das Finale untereinander aus, damals hatte der 17-jährige Gian-Luca die Nase vorn und gewann die Quali-Runde. Am Finalsonntag  auf dem Gamingfestival konnte Marcel nun den Spieß umdrehen. Damit ist er der erste eSoccer-Champion des Leipziger Stadtfußballverbandes. Die Serie wurde zum ersten Mal ausgetragen, der Verbandsmeister wurde in insgesamt sechs Turnieren ermittelt.

„Natürlich ärgere ich mich schon ein wenig, dass ich nicht gewonnen habe“, macht der als Favorit geltende Gian Luca keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die Niederlage. „Wir spielen ja alle, um zu gewinnen.“ Er durfte sich durchaus berechtigte Hoffnungen auf Platz 1 machen: Er marschierte mit fünf Siegen durch alle Runden des Finalturniers, erst im Endspiel musste er sich seinem Trainingspartner geschlagen geben. „Morgen geht’s weiter“, hakt er den Turniertag ab, „ich werde nicht aufgeben.“

Platz Drei sichert sich Sascha Hendel aus Zwickau (Team: Hertha BSC), er gewinnt das kleine Finale mit 3:0 gegen Maurice Voigt (FC Bayern II), den besten Leipziger Starter. Ab dem Viertelfinale wurden die entscheidenden Spiele von der DreamHack auf Sportbuzzer gestreamt.

Dirk Majetschak, der Präsident des Leipziger Stadtfußballverbandes FVSL e.V., muss herzhaft lachen, als er den beiden Dresdner Finalisten und dem Zwickauer Drittplatzierten bei der Siegerehrung gratuliert.  „Die Top-Spieler anderen Städten Sachsens kommen zu uns nach Leipzig, um an unserer toll organisierten Turnierserie teilzunehmen. Das zeigt, dass wir vom Leipziger Verband eine Vorreiterrolle beim  eSoccer im Freistaat einnehmen.“ Im gleichen Atemzug bietet Majetschak allen anderen Lokal- Und Regionalverbänden in Sachsen  und Mitteldeutschland die Leipziger Hilfe an, die weiter wachsende Nachfrage nach eSoccer in die Vereinsarbeit zu integrieren.

Frank Schmiedel 

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